Sabine Stamer trifft...

- keine -

Friederike von Ehren ist Gärtnerin in fünfter Generation. Ein Besuch in einer Baumschule ist für sie wie ein Galeriebesuch. Sie gestaltet private Gärten und wirft einen kritischen Blick auf Hamburgs öffentliche Grünflächen.
23.07.2016

Drei gewaltig hoch gewachsene Kiefern stehen vor dem weiß verputzten Einfamilienhaus in Nienstedten. Denkmäler einer 150 Jahre alten Baumschule. Friederike von Ehren führt mich durch ihr Büro und die Wohnküche geradewegs hinaus in den eigenen Garten, der schon auf den ersten Blick ihre Handschrift zeigt.

Als Vorstand von startsocial e.V. organisiert Sunniva Engelbrecht Hilfe für Helfer, eine Art McKinsey für arme Sozialprojekte. Sie möchte nicht nur Bittstellerin sein, sondern auch Mehrwert schaffen.
09.07.2016

Der spitz zulaufende Konferenzraum am Sandtorkai bietet einen sagenhaften Panoramablick von der Elbphilharmonie bis zu den Landungsbrücken. Sunniva Engelbrecht sitzt mit dem gemeinnützigen Verein startsocial in der Hafencity, beherbergt von der Unternehmensberatung McKinsey. Sie fährt die Jalousien hoch, damit wir den Blick auf Stadt und Wasser genießen können, und gießt Kaffee ein. Ein Sozialprojekt in Luxuslage, ist das kein Widerspruch?

Musikverlegerin Dagmar Sikorski sah sich mal als Hoteldirektorin auf den Malediven. Doch dann kam alles anders. Sie handelt mit Noten und fragt sich, wie wir eine musikfreie Woche überstehen würden.
25.06.2016

„Wir machen einen Fehler“, stellt Dagmar Sikorski fest. Und mit wir meint sie in diesem Fall alle, die mit klassischer Musik handeln. „Wir zwingen die Leute, still zu sitzen, nicht miteinander zu reden, auch nicht, wenn sie etwas nicht verstehen. Dann drehen wir noch das Licht aus und geben ihnen nichts zu essen.“ Darstellende Kunst habe es viel leichter als die Musik. Auf einer Vernissage könne man sich unterhalten, bekomme etwas zu trinken und die Bilder brauche man eigentlich gar nicht anzuschauen.

Diakonin Maike Puchert entert Containerschiffe, um Seeleute im Hamburger Hafen zu unterstützen. Seelsorge im digitalen Zeitalter fängt mit der SIM-Karte an, meint sie.
11.06.2016

Bevor sie an Bord eines Schiffes geht, packt Maike Puchert ihre Umhängetasche: Ladegeräte, Internet- und Telefonkarten, Zeitungen in verschiedenen Sprachen, Stadtpläne, Flyer und Sticker der Seemannsmission und Bonbontüten eines Sponsors. Obwohl es heute warm ist, trägt sie Sicherheitsschuhe und eine neongelbe wetterfeste Jacke. Ihr Ankerplatz, sprich: ihr Büro, befindet sich in Waltershof im Duckdalben, dem Clubhaus der Seemannsmission.

Als Anwältin für Presse- und Medienrecht versucht Patricia Cronemeyer zwei Grundrechte, die auch im Fall Böhmermann gegeneinander stehen, zum Ausgleich zu bringen. Sie vertritt Prominente und unbekannte Bürger, die sich durch Medien bloßgestellt fühlen.
28.05.2016

Als Anwältin für Presse- und Medienrecht versucht Patricia Cronemeyer zwei Grundrechte, die auch im Fall Böhmermann gegeneinander stehen, zum Ausgleich zu bringen. Sie vertritt Prominente und unbekannte Bürger, die sich durch Medien bloßgestellt fühlen.

Seit siebzehn Jahren im Aufsichtsrat, Professorin ohne Studium – Manuela Rousseau hat die allerbesten Ratschläge für den Weg nach oben. Macht ist für sie eine gestalterische Kraft.
21.05.2016

Bei Manuela Rousseau klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist der Aufsichtsratsvorsitzende der Beiersdorf AG. Ob sie Interesse habe, im Aufsichtsrat mitzuwirken, fragt er. Ihr Herz schlägt höher, ihre Gedanken fangen an zu rasen: Wie kommt er denn auf mich? Bin ich überhaupt qualifiziert? Kann ich das mit meiner Familie vereinbaren? Oh Schreck, was sagt mein Chef dazu? „Hallo, Frau Rousseau“, sagt die Stimme am anderen Ende, „sind Sie noch da?“

Sie schwärmt für die Vernetzung im Cyberspace ebenso wie für kostbare Originale: Gabriele Beger, Direktorin der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek
07.05.2016

Liest sie ihre Zeitung morgens lieber auf Papier oder auf dem iPad? Das ist ihr ganz egal. Vor ein paar Jahren hat sie noch gesagt, ein Buch zu lesen ohne umzublättern, das sei kein Vergnügen. Heute sieht sie das ganz pragmatisch: „Viele Bücher sind ja so wahnsinnig schwer. Wir müssen jetzt nicht mehr so große Handtaschen haben. Ein iPad passt in jede Tasche.“ Gabriele Beger ist begeistert von den Möglichkeiten, die digitale Technologien schaffen.

Andrea Zietzschmann schwärmt für moderne Klänge. Sie leitet den Bereich Orchester, Chor und Konzerte im NDR. Ihre Mammut-Aufgabe in diesem Jahr: Der Umzug des Symphonieorchesters in die Elbphilharmonie.
23.04.2016

Sonntag Morgen in der Laeiszhalle. Die Musiker des NDR Sinfonieorchesters treten heute mit Koffern an, denn im Anschluss an das Konzert geht es gleich auf Tourneereise nach Polen. „Eigentlich“, erklärt mir Andrea Zietzschmann, „waren unsere Termine schon straff geplant. Aber dann hat uns die deutsche Botschaft in Warschau sehr eindringlich klar gemacht, dass ein Empfang beim Staatspräsidenten angesichts der aktuell schwierigen politischen Beziehungen ein wichtiges Signal setzen würde.“ Die Musik als diplomatisches Mittel? Ja, das hat sie schon häufiger erlebt.

Die Schriftstellerin Petra Oelker brütet gerade über dem Schluss ihres neuen historischen Romans. Ihr Krimi-Debut gab sie erst mit 50, trotzdem brachte sie es inzwischen auf gut zwei Dutzend Bücher, darunter viele Bestseller.
09.04.2016

Petra Oelker ist gerade im Endspurt, als wir uns das erste Mal treffen. Sie schreibt an den letzten Kapiteln für ihren neuen Roman „Emmas Reise“, der im kommenden Herbst erscheinen wird, und sie ist im Verzug. Eigentlich hätte sie schon abgeben müssen. Das mache sie etwas nervös, zumal sie eigentlich gar nicht schreiben könne, gesteht sie mir gleich zur Begrüßung. Ach, das kann ja interessant werden: eine Schriftstellerin, die nicht schreiben kann!

Ebola, Zika, Lassa-Virus... Die Infektionsforscherin Marylyn Addo sucht nach Impfstoffen und Medikamenten gegen Viren, die die Welt alarmieren.
26.03.2016

Als wir uns in ihrem Labor im Heinrich-Pette-Institut auf dem UKE-Gelände treffen, gibt es gerade ein aktuelles Problem. Lassafieber in Deutschland. Vor einigen Wochen war in Köln ein Patient daran gestorben, dessen Bestatter ist ebenfalls erkrankt. Und nun scheint sich noch jemand mit dem Tropenvirus infiziert zu haben. Sollte sich das bewahrheiten, wird Dr. Marylyn Addo ihn behandeln.

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