Sabine Stamer trifft...

- keine -

Die Chefredakteurin von Hinz & Kunzt, Birgit Müller, erhielt unlängst das Bundesverdienstkreuz. Es kam gerade richtig, denn der desolate Zustand der Obdachlosen in Hamburg hätte sie fast zum Aufgeben getrieben.
27.02.2016

Großes Gedränge herrscht in den Redaktionsräumen des Straßenmagazins Hinz & Kunzt in der Altstädter Twiete. Verkäufer, Mitarbeiter und Presseleute füllen den großen Eingangsraum mit der Kaffeetheke und dem Verkaufstresen, Fernseh- und Fotokameras fokussieren eine freundlich und zurückhaltend lächelnde Frau in schwarzem Kleid mit weißen Punkten, rotem Strickschal und Stiefeletten. Birgit Müller steht heute im Mittelpunkt – und das ist ihr gar nicht recht.

Sie trägt Ananasschuhe und zum nächsten Ball ein Recyclingkleid von ihrer Mutter. Als Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe hat Sabine Schulze Sinn für das Besondere und für das Alltägliche.
13.02.2016

Zu gerne hätte sie als Kind diese schwarzen Keramikmasken gehabt, die man sich in den sechziger Jahren gern an die Wand hängte oder hinstellte. Negerfiguren (ja, so sagte man damals, ohne mit der Wimper zu zucken), die im Zuge einer vom Kolonialgeist geprägten Afrika-Romantik sehr beliebt waren. Aber ihre Eltern befanden, das sei Kitsch, und so musste Sabine Schulze warten, bis sie erwachsen war und sich auf Flohmärkten selbst eine Sammlung zusammenkaufen konnte.

Die Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf möchte Menschen auf den Weg bringen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Sie kaufte sich eine Zeitschrift und will zeigen, wie man auch heute noch mit gutem Journalismus Geld verdient.
30.01.2016

Sie hat eine Mission: „Lebe dein Leben! Geh deinen Weg!“ Und sie hat eine Zeitschrift. Die hat sie sich gekauft, um ihre Mission zu verwirklichen. Mut gehört dazu. Und eine Vision. Beides hat sie und das war ihr einziges Eigenkapital. Denn Geld fehlte ihr, als sie dem Verlag Gruner & Jahr 2009 das Frauenmagazin emotion abkaufen wollte. Geschafft hat sie’s trotzdem. „Ich bin 1981 mit meiner Mutter aus Polen hierher gekommen. Wir hatten nichts. Vielleicht habe ich deshalb keine Angst zu scheitern."

Die Liedermacherin Anna Depenbusch mixt munter Sounds und Genres von Chanson bis Country. In ihrer Musik zeigt sich die ganze emotionale Palette, die ihr das Leben bietet.
16.01.2016

Sie glaubt, die Lieder sind eigentlich schon fertig und suchen sich dann aus, zu wem sie kommen. Wenn Anna Depenbusch Songs schreibt, sitzt sie an ihrem Klavier und wartet. Und wartet. „Man muss Bereitschaft zeigen“, betont sie, „dann kommen die Lieder angeflogen.“

Die syrische Schriftstellerin und Architektin Rosa Yassin Hassan baut Romane wie andere Häuser. In ihrer Heimat kämpfte sie für Menschenrechte und musste fliehen.
02.01.2016

Rosa – ihren Vornamen hat sie von Rosa Luxemburg. Sie hat viele deutsche Bücher gelesen, von Thomas Mann, Hermann Hesse, Günter Grass, Heinrich Böll, Übersetzungen allerdings, denn Deutsch lernt sie erst seit kurzem. „Ich bin in Syrien mit der deutschen Kultur aufgewachsen“, erzählt sie und natürlich drängt sich mir sofort die Frage auf, wie das denn sein kann.

Mit ihrem gemeinnützigen Unternehmen Wellcome leistet Rose Volz-Schmidt Wochenbett-Hilfe an mittlerweile mehr als 250 Standorten. Persönliche Erfahrungen gaben den Anstoß für ihren mehrfach preisgekrönten Einsatz in jungen Familien.
19.12.2015

Als Rose Volz-Schmidt zum ersten Mal schwanger wurde, rechnete sie nicht mit Problemen. Schließlich war sie vom Fach, arbeitete seit Jahren als Sozialpädagogin in der kirchlichen Familienbildung. „Ich war eine unfassbar optimistische Schwangere“, erklärt sie mir lachend in ihrem Büro an der Hoheluftchaussee.

Mit den Initiativen NAT und mint:pink vernetzt Sabine Fernau Schulen, Hochschulen und Unternehmen. Sie schafft es, Jugendliche – gerade auch Mädchen – für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.
05.12.2015

Als der Airbus A380 zum ersten Mal vom Boden abhob, da hat sie geweint. Sabine Fernau erinnert sich an eine Veranstaltung auf dem Werksgelände in Finkenwerder. „Dort habe ich einen Film über den ersten Flug gesehen, lauter Anzugmänner um mich herum und mir rollten die Tränen über die Wangen, weil dieses Wahnsinnsflugzeug tatsächlich flog.“

Die Finanzexpertin Renate Krümmer schaffte den Sprung von der Sammlerin zur Kunsthändlerin. Der Verkauf eines Werkes hat auch immer eine traurige Note: Gerade die schönsten Bilder sind jetzt nur noch ihre Begleiter auf Zeit.
21.11.2015

Am liebsten hätte sie ein Haus, dem Bauhausstil ähnlich, mit einer sehr puristisch eingerichteten Eingangshalle, schwarzer Boden, viel Glas ... Und dann hängt da nur dieses eine Bild. „Boah, Hammer!“ begeistert sich Renate Krümmer. Dieses eine Bild zeigt in fluoreszierenden Farben eine hummerrote Ellipse auf pink verlaufendem Untergrund. Einstweilen hat es, 120 mal 95 cm groß, einen prominenten Platz gleich am Eingang der Galerie „Krümmers Fine Art“ in Hamburg-Eppendorf.

„Chef-Archäologin“ des ZDF wird sie genannt, obwohl sie eigentlich Volkswirtin ist. Gisela Graichen begibt sich in ihren Filmen auf die Suche nach den Spuren unserer Ahnen. Sie führt uns auch zum zerstörten Weltkulturerbe in Syrien und im Irak.
07.11.2015

In der Wüstenoase Palmyra sprengten IS-Terroristen den 2000 Jahre alten Triumphbogen in Schutt und Asche. In Timbuktu zündeten Islamisten die historische Bibliothek mit ihren jahrhundertealten Manuskripten an. Und in Bagdad zerschlugen Plünderer die Vitrinen des Nationalmuseums, raubten 15000 Artefakte. „Als ich die Bilder aus Bagdad das erste Mal sah, habe ich geweint“, sagt Gisela Graichen.

Katharina Trebitsch produziert seit 35 Jahren gute Unterhaltung für Kino und Fernsehen. Das Gejammer über die Zuschauerquote versteht sie gar nicht. Von Glitzer und Dünkel der Kultur-Schickeria grenzt sie sich ab: „Lieber spießig als schick!“
24.10.2015

Ihr Motto heißt „no surrender“, nicht nur weil es von Bruce Springsteen stammt. Langen Atem behalten, zäh sein und immer dranbleiben, lautet ihre freie Übersetzung, oder: Über Pannen vorwärts! The Boss sei ihr Lieblingsmusiker, erzählt sie mir in einem Café nahe der Elbphilharmonie. Springsteen oder was würde sie dort gerne mal hören? „Das Adagietto von Mahler und ein Cello-Konzert von Dvořák!“

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