Sabine Stamer trifft...

- keine -

Sie weiß, wie man in 30 Sekunden eine ganze Geschichte erzählt. Petra Felten-Geisinger macht seit drei Jahrzehnten Werbespots
10.10.2015

Ihr Durchbruch kam 1999 mit Boris Becker. „Bin ich schon drin?“, staunte er für AOL über den kinderleichten Zugang zum Internet. Die Verblüffung war echt, der Spruch stand nicht im Drehbuch, erinnert sich Petra Felten-Geisinger. Seit drei Jahrzehnten produziert sie Werbefilme: „Like Ice in the Sunshine“ für Langnese; „Sippin on Bacardi Rum“; Krombacher, eine Perle der Natur; das Unterwasserwohnzimmer für ein wasserdichtes Sony-Tablet. Auch „Horst Schlämmer – Isch kandidiere!“ stammt aus ihrem Haus. Der graubärtige Friedrich Liechtenstein tanzte für Petra Felten-Geisinger mit dem Electrolux-Staubsauger, bevor er sich für Edeka in die Badewanne legte.

Johanna Christine Gehlen bereitet sich auf „Hamburg Royal“ vor und erzählt, wie sie sich gegen Inge Meysel behauptet hat
19.09.2015

Sie hat ein schönes, ein besonderes Gesicht: katzenhafte Augen, hohe Wangenknochen und glatte blonde Haare. In kobaltblauem Hosenanzug und passenden Pumps posiert Johanna Christine Gehlen für den Fotografen vor der bunt gestrichenen Wand in einer ehemaligen Schule. Hier probt das Ensemble des St. Pauli Theaters für das Musical „Hamburg Royal“. Prüfende Blicke wirft sie auf den kleinen Monitor der Kamera, gibt dieses und jenes Detail zu bedenken, während ich einfach finde, dass sie auf jedem Foto klasse aussieht.

In der Schiffsklassifikation sorgt die Juristin Gesa Heinacher-Lindemann dafür, dass sich 16.000 Mitarbeiter an Ethik-Regeln und Gesetze halten
12.09.2015

Duzen ist eigentlich gar nicht ihr Ding. Aber als einer der Vorstände fragte: „Frau Heinacher, haben Sie etwas dagegen, wenn wir uns im Team alle duzen?“, da wollte sie nicht hintanstehen. Gut, dann duz ich jetzt mal meinen Vorstand, hat sie sich gedacht. Klingt ja auch komisch, wenn eine der in Englisch geführten Sitzungen so eröffnet wird: „Good morning, Sarah, Marc ... – and Miss Heinacher-Lindemann.“

Ruth Toma, einst bei den Fliegenden Bauten, tastet sich mit ihren Drehbüchern durch die Grenzbereiche des Lebens
29.08.2015

Ein Schuss Tragik, ein Schuss Komik – Stoffe, die beides in sich tragen, faszinieren sie. Ruth Toma schreibt Drehbücher. Sie tastet sich durch Grenzbereiche des Daseins, sucht nach den wirklich wichtigen Dingen des Lebens und nach dem ironischen Dreh in der Geschichte.

Ulla Kopp will das Hamburger Kongresszentrum zum modernsten, schönsten und größten in Deutschland machen.
08.08.2015

Große Bilder brauchen große Themen, konstatierte ein Künstlerfreund. Das leuchtete Ulla Kopp sofort ein, und sie nannte ihr nächstes großformatiges Gemälde „Nicht Nichts“. Mit Acrylfarben malt sie am liebsten, oft abstrakte Motive, aber meist mit einem Thema im Hinterkopf. Abends oder am Wochenende rollt sie in ihrer Wohnung den Teppich beiseite, bedeckt das Parkett mit einer Malerfolie und schaltet die Tageslichtlampe an. 30 bis 50 Kunstwerke schafft sie im Jahr, manchmal ganz kleine.

Ein Treffen mit Sonja Lahnstein-Kandel, deren eigene Lebensgeschichte ihr Wirken maßgeblich mitbestimmt.
18.07.2015

Im schlichten schwarzen Kleid, die kleine Nadel des Bundesverdienstkreuzes am Kragen, steht sie im hinteren Teil des Raumes, wartet auf ihren Auftritt. Fünf Zigaretten habe sie morgens geraucht, gesteht sie, sonst höchstens eine pro Tag. Sie war eben aufgeregt.

Die Hitze treibt ihr Geschäft an: Claudia Hauswedell-Glaser betreibt den Beachclub Strandpauli. Dabei sollte das nur ein Hobby sein
04.07.2015

Alles hier ist schief und krumm, die Sonnenschirme aus geflochtenem Bast und die orange-gestreiften Stehlampen. Vor der Photobox hängt ein zerrissener Jutesack, die Bambusmatten auf dem Dach der Bar hat der Wind durcheinander geweht. Der Bildschirm ihres Handys ist zersplittert. „Das macht nix“, stellt Claudia Hauswedell-Glaser gelassen fest, während sie an einem der robusten Holztische im Beachclub Strandpauli ihre pinkfarbene Lesebrille aufsetzt, um nach einer Telefonnummer zu suchen.

Ulrike Schmidt zieht als Betriebsdirektorin beim Hamburger Ballett im Hintergrund die Fäden.
27.06.2015

Romeo & Julia, ein Ballett von John Neumeier, Musik von Sergej Prokofjew. Die Staatsoper ist voll besetzt, alle 1700 Plätze. Es ist die 170. Vorstellung seit der Premiere vor über vierzig Jahren. Ulrike Schmidt war mindestens zwei Dutzend Mal dabei. „Ich gucke mir alle Besetzungen an, weil es interessant ist, die Entwicklung der Tänzer zu sehen“, erklärt mir die Betriebsdirektorin des Hamburg Balletts. „Eine andere Besetzung – und das Ballett kann komplett anders wirken.“

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